Mit der Serie „Paris calling“ stellen wir eines unserer Langzeitprojekte vor. Alles begann 2012 in der Rue du Vertbois im Pariser Stadtviertel Marais, als der französische Architekt Jacques Moussafir ein zehn-stöckiges Gebäude kaufte. Das in den 1970er Jahren als Geschäftsgebäude entworfene Bauwerk aus Stahlbeton umfasst sieben Stockwerke, die auf einer dreistöckigen Tiefgarage liegen. Ziel des Projekts war es, aus dem einstigen Geschäftshaus ein multifunktionales Gebäude zum Wohnen, Arbeiten und zur kommerziellen Nutzung zu schaffen.
Gemeinsam mit Jacques Moussafir entstand ein Ort, der die Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten bewusst auflöst und durch unterschiedliche Erschließung eine flexible Nutzung erlaubt. Die gesamte Verwandlung dauerte etwa 10 Jahre. Wir begleiteten den gesamten Umbau von der Fassadenplanung über den Innenausbau bis hin zur Möbelgestaltung.
Im ersten Teil der Serie richten wir unseren Fokus auf den privaten Wohnbereich in den obersten drei Geschossen des Gebäudes. Über den Schlafzimmern erstreckt sich das großzügige Wohn- und Esszimmer. Der Raum öffnet sich hofseitig auf eine bestehende Dachterrasse. Eine Spindeltreppe führt hinauf ins Dachgeschoss, welches als Bibliothek und Arbeitsbereich dient. Ganz oben, über der Mansarde, liegt eine weitere Terrasse – mit einem weiten Blick über die Dächer von Paris.
Die Zusammenarbeit zwischen dem französischen Architekten und Martin Bereuter war geprägt von einem hohen gestalterischen Anspruch und einer intensiven Auseinandersetzung mit den baulichen Gegebenheiten. Die Herausforderungen lagen in der Statik, den Raumhöhen und der gewünschten Durchlässigkeit zwischen Innenhof und Straßenfassade. Gleichzeitig mussten moderne Installationen für Wasser, Heizung und Elektrik integriert werden. Auch die Wahl der Materialien und die Details ihrer Umsetzung wurden sorgfältig geprüft.
Kreative Lösungen im Innenausbau waren gefragt – etwa unsere maßgefertigten Heizungsverkleidungen, innenliegende Fensterläden und die Erneuerung der Treppe vom vierten in den fünften Stock. Auch die Küche wurde von uns umgesetzt: Ursprünglich von Moussafir rund konzipiert, wich sie später einer funktionaleren Variante mit klaren Linien und einer geschwungenen Sitzbank.
Neben dem Innenausbau fanden auch Möbel aus unserer Hirnholz-Serie ihren Platz in Paris. Das Regal „Superstructure“ steht im Essbereich und schafft eine subtile räumliche Trennung. Der Kontrast zwischen Schwarzstahl, Eichenholz und Faserzement erzeugt gestalterische Spannung und verleiht dem Raum Charakter.
Hier erfahren Sie mehr über Jacques Moussafir und seinen Lebens- und Arbeitsbereich.
Im nächsten Artikel von „Paris calling“ widmen wir uns dem Arbeitsbereich von Jacques Moussafir, der sich direkt unter seiner Wohnung befindet. Einem Raum für Ideen, Planung und Gestaltung mit direktem Zugang zum Dachgarten.
Innenausbau
Jaques Moussafir, Martin Bereuter
Jahr
2012 bis 2022
Ort
Paris
Fotos
Hervé Abbadie
Vincent Leroux
Martin Bereuter
Presse
"The architect who built work-life balance (and his family) into his own office" | Artikel im Monocle Magazin 2025
Made for
Abmessungen (mm):
B 3200 × T 1000 × H 755
Entwurf:
Klemens Grund, 2019
klemensgrund.de
Material:
Eiche oder Nussbaum
massiv und furniert, Messing
Produktionspartner:
Gerola Metalltechnik,
Langenegg
Seit 2019 verfolgten Martin Bereuter und Klemens Grund die Idee, in der Formensprache der Stühle D7 und D7K, die erstmals 2012 vorgestellt wurden, einen passenden Tisch zu entwerfen. Nun ist es soweit.
Neben seinem leichten Gewicht zeichnet sich der Tisch D7 durch eine besondere kommunikative Dimension aus. Der mittige Knick in der Längskante lädt ein, diesen als Drehpunkt zu nehmen und auch das Gespräch mit den seitlich sitzenden Nachbarn zu suchen – ähnlich einem runden oder ovalen Tisch. Die liebevollen Details, wie die besondere Ausarbeitung der Tischkanten oder die maßgefertigten Messingbeschläge, lassen das Betrachterherz höherschlagen. Ein haptisches Erlebnis vom Feinsten – und praktisch noch dazu.
Made by
hirnholz.at